gelöste Beschwerde | 509 Views | 23.02.2012 | 10:52
von ReclaBoxler-1541961

Vodafone D2 GmbH (Düsseldorf)

Laufende Kosten trotz gekündigtem Vertrag inkl. Inkasso-Mahnung

Bestell-/Kundennummer: 91849469

Es geht um einen DSL-/Festnetz-Vertrag, den ich 2009 bei Vodafone abgeschlossen habe. Während des laufenden Vertrags gab es keine Probleme und ich war mit Ihrem Dienst stets zufrieden. Mit Zugang bei Ihnen am 12.04.2011 kündigte ich den Vertrag und erhielt eine Bestätigung, dass der Vertrag somit zum 1.6.2011 wirksam gekündigt wird.

SCHLAGWORTE

In meinem Kündigungsschreiben berief ich mich auf den zwischen Vodafone und mir bestehenden Vertrag, der meiner Ansicht nach und meinem Willen gemäß alle Verträge umfasste, die aufgrund des 2009 geschlossenen Vertragsverhältnisses entstanden sind. Kurz gesagt, ich beabsichtigte ebenfalls die Kündigung des Vodafone-Surf Sticks ebenso wie des generellen Festnetz- und Internet-Anschlusses.

Seitens Vodafone wurde ich nicht auf die Tatsache hingewiesen, dass eine zusätzliche Kündigung für den Surf-Stick benötigt würde und dieser folglich weiter laufen würde. Von meinem Konto wurden weitere Beträge abgebucht, über welche ich nie eine Rechnung oder sonstige Aufschlüsselung erhielt. Ich behielt mir insofern vor, die abgebuchten Beträge eigenmächtig auf mein Konto zurückzuholen.

Am 17. August 2011 ging mir der erste Brief von Vodafone zu und beinhaltete eine „Zahlungserinnerung“ eines Betrages, dessen Grund ebenfalls nicht aus der Rechnung hervorging. Am 21. September 2011 ging mir schließlich eine Rechnung des Inkasso-Unternehmens BFS risk & collection GmbH Verl zu, die mich aufforderten, den Betrag in Höhe von 89,37 € sofort zu bezahlen.

Mein Fehler war natürlich, nicht auf den im August erhaltenen Brief zu reagieren. Nach allgemeinen Regeln des BGB gilt es als Voraussetzung, dass der Gläubiger, also Vodafone, zweimal gemahnt haben, zusätzlich natürlich zu der entsprechenden Rechnung. Mir sind niemals die Rechnung plus zwei Mahnungen zugegangen. Mir wurde also auch nicht die Möglichkeit gegeben, dementsprechend zu handeln. Jeweils ist ein Brief zu mir gelangt. Und natürlich war es so, wenn ich schon die Zahlungsaufforderungen bekommen habe, dann habe ich mich gefragt, wo eigentlich die ursprüngliche Rechnung geblieben ist. Ich bin von einer Verwechslung ausgegangen. Problematisch war auch, dass ich im August umgezogen bin und die Briefe an meine alte Adresse gingen. Durch den eingerichteten Nachsendeantrag kamen aber alle meine Briefe, bis auf die von Vodafone stets bei der neuen Adresse an.

Auf das Schreiben des Inkasso-Unternehmens hin meldete ich mich also sofort bei der Vodafone-Hotline. Diese erklärten mir dann, dass mein Anliegen nunmehr ausschließlich vom Inkassounternehmen behandelt werden würde und Vodafone mit der Sache nichts mehr zu tun hätte. Auf Nachfrage meinerseits wurde mir offen gelegt, dass der Vertrag des Surf-Sticks weiterhin bestünde, worauf ich diesen kündigte. Dies war nun im September. Mir wurde versichert, dass ich abgesehen von dem vom Inkassounternehmen geforderten Betrag auch noch ein weiteres Mal den Surf-Stick bezahlen werden müsse. Auch dem stimmte ich zu.

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Nun ging mir mit Datum des 7. Oktober 2011 eine Rechnung zu, die ich auch umgehend beglich. Damit schien die Sache allerdings immer noch nicht beendet: Im November (datiert auf den 4.11.2011) ging mir eine neue Rechnung zu. Nun war der Vertrag ja eigentlich schon beendet und ich konnte mir das nicht weiter erklären. (Im übrigen hatte ich in meinem Gespräch im September bereits meine neue Adresse an Vodafone weitergegeben und die folgenden Briefen waren allesamt richtig adressiert, obgleich mir vermutlich wieder weniger als die Hälfte zuging.) Nach Konsultation des Kunderservices wurde mir versichert, dass die Rechnung nicht beglichen werden müsse und es ein Fehler seitens Vodafone sei, dass die Kündigung im August scheinbar nicht vermerkt worden sei. Dies wurde nun unternommen.

Die Mitarbeiterin des Kundencenters hob den Surf-Stick Vertrag demnach am 16. November 2011 auf. Ich rechnete, gemäß der Aussage, welche die Vodafone-Mitarbeiterin mir gegenüber traf, damit diese Rechnung nicht bezahlen zu müssen und auch weiterhin nichts mehr von Vodafone zu hören.

Am 21. Februar 2012 ging mir dann der Brief eines anderen Inkasso-Unternehmens der Solvendi GmbH aus Osnabrück zu. Darin werde ich nun erneut aufgefordert, einen Betrag in Höhe von 55,25 € bis zum 5. März 2012 zu bezahlen.

Wie schon erwähnt nahm ich Kontakt mit Vodafone auf. Insgesamt rief ich gestern, also am 22.02.2012 etwa fünf mal bei Vodafone an. Im Bereich von Festnetz und DSL teilte mir die Mitarbeiterin mit, dass alle Forderungen schon längst beglichen seien und keine neuen bestünden. Sie wies mich allerdings darauf hin, als ich ihr das evtl. Problem mit dem Surf-Stick schilderte, dass dafür die Abteilung „Mobilfunk“ zuständig sei.

Auch die freundliche Mitarbeiterin in diesem Bereich konnte mir nicht mehr mitteilen, als dass ich beim Inkasso-Unternehmen anrufen solle. Der Vertrag sei mit Datum des 16. Novembers gekündigt und mehr konnte sie mir nicht mitteilen.

Nun frage ich mich, weshalb der Vertrag erst zum 16. November 2011 gekündigt wurde, wenn ich dies nun zumindest schon zum 1. Oktober 2011 getan habe bzw. willensgemäß mit Datum des 12.04.2011 zum 1.06.2011?

Wie schon erwähnt, habe ich in keinem der hier benannten Fälle eine Rechnung plus zwei Mahnungen vor Hinzuziehung eines Inkasso-Unternehmens bekommen, wie es das deutsche Recht vorschreibt.


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Kommentare und Trackbacks (1)



02.03.2012 | 16:34
von ReclaBoxler-1541961 gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist gelöst




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