Von jameda beantwortete Beschwerde. | 867 Views | 10.02.2016 | 09:44 Uhr
geschrieben von Hartmut Schliefkowitz

jameda GmbH (München)

Gefakte und geduldete Bewertungen bei Jameda

Ich finde, es muss aufhören mit gefakten Arztbeurteilungen, weil hier der möglich falschen Arztwahl Vorschub geleistet wird. Plattformen wie Jameda sind über ihre Lücken im eigenen kritischen Überprüfungssystem (wenn es das überhaupt gibt) durchaus informiert, berufen sich bezüglich solcher Kritiken, wie die meine, lapidar auf die von Jameda, angeblich in Zusammenarbeit mit Ärzten erarbeiteten Richtlinien. Und weisen damit jede Kritik zurück. Erstaunlich daran ist, dass Patienten am Entwurf dieser "Richtlinien" nicht mitgewirkt haben. Jedenfalls bezieht sich Jameda darauf nicht. In meinem Anliegen an Jameda ging es auch nicht darum, diesem speziellen Zahnarzt die berufliche Existenz zu zerstören, sondern aufzuzeigen, welche Manipulationen auf der Jameda-Plattform möglich und gängig sind; und durch Richtlinien, die sich Jameda selbst (offensichtlich unkritisch und weitgehenst realitätsfremd) erarbeitet hat, gedeckt werden. Meiner Meinung nach stellen Portale dieser Art, mit solchen Richtlinien, eine Gefahr für potentielle Patienten bei der Auswahl Ihres Artes dar. Denn durch derartige Manipulationsmöglichkeiten und deren Unterstützung, wie aufgezeigt, bergen für den Patienten die Gefahr in sich, dass der in seiner Gesundheit ohnehin geschädigte Patient auch noch an einen Arzt gerät, der minderqualifiziert ist. Nach dem Bewertungsportal - durch mangelnde Kontrolle und tatsächlicher Überprüfung - wird dem Patienten mehr oder weniger das Bewusstseins vermittelt, es handele sich nahezu um eine Koryphäe auf seinem medizinischen Gebiet. Das lassen Benotungen von 1 - 1,2 - bis 2 durchaus zu! Zur Überprüfung der Patientenbewertungen sollte es sich Jameda und ähnliche Portale zur Regel machen, dass bei Jameda nur verifizierte und nicht anonyme "Patienten" Bewertungen abgeben können. Dann wird ein solcher Zahnarzt, wie im vorliegenden Fall ganz sicher eine ihm zustehende Bewertung erfahren, meiner Meinung nach zwischen Note 4 - 5! Hier ist nun meine Kritik an Jameda selbst und deren schnöden Antwort, die sich mit den hauseigenen Richtlinien aus der Verantwortung zu stehlen versucht.

SCHLAGWORTE

Lieber jameda-Nutzer,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wir versichern Ihnen, dass uns authentische Bewertungen – egal ob positive oder kritische – am Herzen liegen. Um die Authentizität von Bewertungen sicherzustellen, haben wir verschiedene Prüfmechanismen entwickelt. Zudem haben Ärzte das Recht, Bewertungen, die sie als problematisch empfinden, durch die jameda GmbH überprüfen zu lassen. Für die Dauer der Prüfung sind die entsprechenden Bewertungen offline.

So kann in Einzelfällen, insbesondere bei Prüfung mehrerer kritischer Bewertungen, der Eindruck entstehen, dass jameda positive Bewertungen bevorzugt. Wir sind uns jedoch des Werts kritischer Bewertungen bewusst und haben uns aus diesem Grunde bereits in zahlreichen Gerichtsverfahren für diese eingesetzt.

Ihre Bewertung enthält jedoch schwerwiegende Vorwürfe für welche jameda nicht die passende Plattform ist. Aus diesem Grund wurde Ihre Bewertung abgelehnt. Wir empfehlen Ihnen sich mit den von Ihnen in der Bewertung aufgeführten Kritikpunkte an eine andere Instanz als jameda zu wenden, da diese laut unseren Nutzungsrichtlinien nicht veröffentlicht werden dürfen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte gerne an uns.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr jameda Team

Gesendet: Freitag, 22. Januar 2016 19:14
An: jameda Bewertungen Betreff: Ihre Bewertung [#81004864_2483312]

Werte Mitarbeiter von Jameda!

Es irritiert und befremdet mich, wie Sie in diesem Fall reagieren.

Was Sie mit den Ärzten auch immer ausgehandelt haben mögen, Sie machen mir mit Ihrem Ablehnungstext den versteckten Vorwurf, meine Beurteilung sei entweder nicht fair, nicht verständlich oder nicht differenziert- Da muss ich Ihnen widersprechen! Ich habe Ihre sogenannten Richtlinien nicht nur gelesen, sondern auch verinnerlicht, wie weit diese realitätsfremd sind.

In einer früheren Bewertung dieses Zahnarztes habe ich ebenfalls alle Ihre Richtlinien beachtet und Ihnen glaubhaft versichert und dazu Beweise angeboten, dass dieser Zahnarzt seine sogenannten „Patientenbewertungen“ durch sein Personal und von seinen Freunden bei Ihnen einstellen lässt. Ist das eine faire, differenzierte oder gar verständliche Darstellung seiner Fertigkeiten?

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Meiner Meinung nach nicht!

Damit stellt er lediglich seine Fähigkeiten in den Raum. Die Fähigkeit der Täuschung beispielsweise. An seinen Fertigkeiten mangelt es vorne und hinten. Ich kann Ihnen gerne die von meinem Versicherer beantragten und im Ergebnis vorliegenden Gutachten, zur Einsichtnahme zureichen.

Wenn Sie Ihr Aufgabengebiet darin sehen, solche Zahnärzte durch Richtlinien zu schützen, dann ist Ihre Plattform, eine platte Form von Patiententäuschung. Sie schaden damit Ihrer eigenen Glaubwürdigkeit.

Dieser Zahnarzt wurde im Zusammenhang mit seiner beruflichen Fähigkeit bereits zum Ziel der Staatsanwaltschaft.

Aber bitte, wir können Ihren Umgang mit Patientenbeschwerden und Arztbeurteilungen auch über das öffentliche Beschwerde-Forum „ReclaBox“ diskutieren, wenn Ihnen das lieber ist, als eine zurecht kritische und wahrheitsgemäße Beurteilung eines tatsächlich von ihm behandelten Patienten in Ihr Bewertungsforum aufzunehmen.

Ich habe, durch Ihr Verhalten angeregt, auch andere Bewertungen auf Ihren Seiten nachgeprüft. Nahezu überall mit dem gleichen Ergebnis. Soweit mir Überprüfungen möglich waren, konnte ich herausfinden, dass die Ärzte, die bei Ihnen mit den Noten 1 – 2 bewertet sind, einem ständigen „Auf-und Ab“ unterworfen sind. Immer dann, wenn ehrliche Beurteilungen die Bewertung gegen 4 und 5 steuern, erfolgen prompt solch auffällige, wirklichkeitsfremde und übersteuerte Lobeshymnen auf den Arzt, damit seine Qualifikation wieder im Bereich 1- 2 landet. Ihre Richtlinien lassen es zu, dass solche Fake möglich sind. Es ist doch reine Augenwischerei, wenn es Ihnen genügt, dass der Patient (Pseudopatient) mit einem Haken auf der Beurteilungsseite bestätigt, wirklich Patient dort in der Praxis gewesen zu sein. Wer überprüft das? Welche Möglichkeiten haben Sie sich für eine realistische Überprüfung vorbehalten?

Keine!

Somit ist eine wahrheitsgemäße Beurteilung eher bei recht kritischen Vorträgen zu vermuten. Denn dieser Verfasser läuft mit seinem Vorbringen Gefahr, wenn es dann der Wahrheit nicht entspricht, vom Arzt rechtlich belangt werden zu können.

Als Sie Ihre Richtlinien mit den angeblichen Ärzten und Patienten erarbeitet haben wollen, wurden solche Überlegungen offensichtlich nicht berücksichtigt. Sonst wären solche Täuschungen (Betrügereien) durch Ärzte nicht möglich.

Fazit: Sie sollten für Ihr Forum andere, kontrollierbare Richtlinien entwerfen! Mit denen solch falsche Darstellungen von Leistungen nicht länger möglich sind. Sie schaden damit keineswegs der gesamten Ärzteschaft. Ganz im Gegenteil!

Sie helfen damit, in der Ärzteschaft die Spreu von Weizen zu trennen!

Was Sie jetzt mit Ihrem Forum und durch Ihre Richtlinien bewirken, hilft nicht dem Patienten, sondern den eitlen und minderbemittelten Medizinern. Sie lassen sich auch als Sprachrohr von diesen Berufsversagern benutzen und das schadet den wirklich kompetenten Medizinern.

Bei der Erstellung Ihrer Richtlinien scheinen Sie auch diesen Umstand nicht bedacht zu haben.

Im Gesundheitswesen, dass sollten Sie verinnerlichen, sind derartige Möglichkeiten nicht nur suspekt, sondern unter Umständen auch gefährlich. Aus meiner Sicht, kann eine Fehlbehandlung durch Ärzte, die, aus welchen Gründen auch immer, Ihrer beruflichen Aufgabe nicht mehr genügen, als schwere Körperverletzung gewertet werden. An solch einen Mediziner gerät der potentielle Patient gar nicht erst, wenn Ihr und ähnliche Foren solche Manipulationen nicht noch fördern.

In diesem Sinne verbleibe ich einstweilen mit freundlichen Grüßen!

Sollte ich in einer angemessenen Frist von Ihnen keine Anzeichen eines Umdenkens erkennen, werde ich dieses Schreiben in der ReclaBox veröffentlichen.

Beschwerde bewerten!
Meine Forderung an jameda GmbH: Ich erwarte von Jameda realistische Überprüfungen der "Patientenangaben"!


Firma hat innerhalb von 14 Tagen geantwortetofortantwort
10.02.2016 | 09:44
Firmen-Antwort von: jameda GmbH
Abteilung: Unternehmenskommunikation

Sehr geehrter Herr Schliefkowitz,

die Idee für jameda kam einer der Mitgründerinnen, als sie selbst auf der Suche nach einem neuen Arzt war und keine verlässlichen Informationen über Mediziner finden konnte. Bis heute ist es unser Anliegen, Transparenz über die Qualität von Medizinern herzustellen.

Macht ein Patient - so wie auch Sie - jedoch schwerwiegende negative Erfahrugen mit einem Arzt, so ist eine Ärztekammer oder eine Patientenvertretung die bessere Anlaufstelle, da diese weitreichendere Maßnahmen nach sich ziehen können, als es ein unabhängiges Portal wie jameda kann. Daher empfehle auch ich Ihnen an dieser Stelle noch einmal, sich an solch eine Instanz zu wenden, die bei schwerwiegenden Arztfehlern entsprechend einschreiten kann.

Wenn Sie einen Verdacht der Manipulation durch einen Arzt haben, dürfen Sie diesen jederzeit gerne an uns schicken und wir gehen dem nach. Es ist jedoch so, dass uns natürlich wesentlich mehr Informationen über den Verfasser einer Bewertung zur Verfügung stehen als Ihnen oder anderen Nutzern. Wir gleichen z. B. bei jeder neuen Bewertung vor Veröffentlichung eine Vielzahl an technischen Merkmalen ab, angefangen bei der IP-Adresse und der Mailadresse, hin zu wesentlich diffizileren Merkmalen, die zusammen eine Art digitalen Fingerabdruck ergeben. Und so löschen wir auch jeden Tag Manipulationsversuche im zwei- bis dreistelligen Bereich.
Für den Erhalt kritischer Bewertungen gehen wir zudem regelmäßig vor Gericht. Aktuell beschäftigt sich bspw. der Bundesgerichtshof mit einer kritischen Bewertung, die wir veröffentlicht haben und für die uns ein Arzt verklagt hat: www.jameda.de/presse/pressemeldungen/?meldung=140

Ich hoffe, ich konnte verdeutlichen, dass uns sehr viel an kritischen Bewertungen liegt und wir uns für deren Erhalt sowie gegen manipulierte Bewertungen stark machen. Weitere Informationen zu unserem Manipulationsschutz finden Sie hier: www.jameda.de/qualitaetssicherung/echte-bewertungen/

Mit freundlichen Grüßen

Kathrin Kirchler

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Kommentare und Trackbacks (3)


10.02.2016 | 11:44
von Hartmut Schliefkowitz noch nicht gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Sehr geehrte Frau Kathrin Kirchler!
Warum nur habe ich mit dieser nichtssagenden Antwort schon gerechnet? Es sind Gemeinplätze die nichts dazu aussagen, warum Sie in diesem speziellen Fall mauern, es aber im Gegenzug zulassen, dass die Bewertungen dieses Zahnarztes, manipuliert wie sie sind, dennoch auf Ihrem Portal veröffentlicht werden. Selbstreden dürfen Sie davon ausgehen, dass ich die und andere Vorgänge der Zahnärztekammer zeitgleich gemeldet habe.
Sie stellen in Ihrer Antwort so etwas wie einen Abwägungsprozess dar, nach dem Sie verfahren wollen und, so liest sich ihre Antwort, darin nehmen Sie auch eine Bewertung des Beschwerdeführers vor.
Was betreiben Sie da eigentlich? Augenwischerei? Es geht hier bei mir um klare Fehltritte dieses Zahnarztes. Um Manipulationen im Bewertungsportal. Und Sie befinden, über den Weg Ihrer angeblichen Insiderinformationen zum Beschwerdeführer, darüber, ob Sie dessen Bewertung zulassen oder ablehnen?
Ich muss feststellen, dass Sie dann Ihrer selbstgestellten Aufgabe nicht mehr gerecht werden. „Jameda“ ist ein Bewertungsportal das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Ärzte zu empfehlen. Dem geben Sie sich ja auch ausgiebig hin, wie es sich nach Ihren Angaben im Internet nachlesen lässt.
Anstatt nur zu empfehlen, sollten Sie unsortiert kritische und nicht beleidigende Beurteilungen der Patienten zulassen. Mit anderen Worten, Sie sollten völlig neutral vorgehen. Als Beispiel nehmen Sie sich am besten dieses Portal hier. Jeder strafmündige Bewerter ist für unwahre Behauptungen rechtlich heranziehbar. Das zu prüfen kann nicht ihre Aufgabe sein und ist sie ja auch nicht. Der Arzt, der in einer Bewertung eines Patienten einen strafbaren Charakter zu erkennen glaubt, darf von seinem Recht, Gebrauch machen, eine Strafanzeige zu erstatten. Nochmals: Das ist nicht Ihre Aufgabe. Aber es ist hier nochmals zu fragen, denn diese Frage haben Sie nicht beantwortet: Macht sich „Jameda“ nicht auch strafbar, wenn es solche gefakten Bewertungen (der Arzt beurteilt sich selbst als angeblicher Patient oder lässt sich durch Freunde und Angestellte gezielt bewerten) zulässt, obwohl klare Beweise für die Richtigkeit der Bewertung gleich mit angeboten oder mitgeliefert wurden? Ein Arztbetrieb, ist eben auch als Betrieb zu sehen. Und da muss damit gerechnet werden, dass der wirtschaftliche Aspekt des jeweiligen Arztes schnell in den Vordergrund gerückt wird. Und das wissen Sie genauso wie ich, dass darauf genau Ihr (und das ähnlicher Portale) System aufbaut. Über „Jameda“ lässt sich die Unzufriedenheit vieler User unter dem Link: www.gutefrage.net/frage/aerztebewertung-jameda- einiges nachlesen.
Aber wie sollten sich Patienten dazu auch wundern? Wie heißt es doch so schön: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“? Frage, wessen Brot isst Jameda? Und mit der richtigen Antwort erklärt sich auch, wieviel Wert dem Portal „Jameda“ vom Patienten beigemessen werden sollte.
Um zu verhindern, dass „Jameda“, einer Ärzte-Lobby wegen (die auch Investoren genannt werden), derartige Manipulationen der Ärztedarstellung im Internet auch künftig veröffentlicht darf, trage ich mich mit dem Gedanken eine entsprechende Strafanzeige zu formulieren.
Ich kann Ihnen, liebe Frau Kathrin Kirchler, nur dringend raten, mit Jameda einen anderen Weg zu gehen und sich von derartigen Praktiken zu distanzieren.


13.02.2016 | 12:03
von Hartmut Schliefkowitz noch nicht gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Auf meine Antwort vom 10.02.2016 bisher noch keine Reaktion


01.07.2016 | 11:34
von ReclaBoxler-8296551 | Regelverstoß melden
Auch ich habe schlechte Erfahrungen mit einer kritischen Bewertung bei jameda gemacht. Der Arzt hat dagegen protestiert; meine differenzierten Einwände wurden stereotyp kommentiert - aber nicht beachtet.

Gibt es irgendwelche übergeordneten Einrichtungen, außer reclabox, wo man sich effektiv gegen diese userfeindliche Praxis wenden kann?

15.07.2016 | 16:11
Der Autor wünscht keine öffentliche Diskussion.




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