Durch Marktkauf gelöste Beschwerde. | 537 Views | 23.08.2016 | 18:24 Uhr
geschrieben von Ina Zimmer

Marktkauf Holding GmbH (Bielefeld)

Diskriminierende Behandlung und Falschaussagen

Der Marktleiter gab Falschinformation und verschleppte Rückgabeprozess eines defekten Gerätes. Er beleidigte mich in einer Tour und unterstellte mir letztendlich vorsätzliche Zerstörung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

SCHLAGWORTE

im Februar erwarb ich zusammen mit meinem Freund einen Staubsauger der Marke Dirt Devil, Modell: Rebel 24 HE - DD2224, im Marktkauf Wörth am Rhein. Im Juli begannen bei mir die - wie ich bei der Recherche herausfand - typischen Probleme des Staubsaugers: Die Rollen am Saugfuß fallen dauernd ab, der Staubsauger saugt sich am Boden fest und zerkratzt damit den Oberbelag. Im Juli riss der Schlauch aus der Aufnahme. Ich entschied, den Staubsauger zurückzugeben. Da der Originalbeleg verschollen ist, bat ich meinen Freund (der 700 km weit weg wohnt), mir einen Kontoauszug zuzusenden, der die Zahlung belegte.

Des Weiteren rief ich in der ersten Augustwoche im Marktkauf an und ließ mir bestätigen, dass eine Rückgabe mit Kontoauszug möglich sei. Dort konnte man mir nicht weiterhelfen. Im Falle einer Reklamation ohne Kassenbeleg, sei sie sich, die Mitarbeiterin am Telefon, unsicher. Man sagte mir, der zuständige Kollege, der genau Bescheid wüsste, sei im Urlaub. Ich solle es daher anschließend nochmal versuchen.

Am 15.8.2016 rief ich erneut an und schilderte wiederholt mein Anliegen. Es hieß, ohne Kassenbeleg aber mit Kontoauszug sei es kein Problem. Da ich an diesem verhindert war, ging ich einen Tag später zusammen mit meinem sechsjährigen Sohn und meiner 6-monatigen Tochter und dem großen Staubsauger im Originalkarton in die Filiale. Ziel war anhand des Kontoauszuges den Staubsauger zurückzugeben.

An der Kundeninfo hieß es nun von Frau F. ohne Kassenbeleg geht nichts. Ich insistierte und erklärte, dass ich bereits zwei Mal angerufen hätte und beschrieb ihr die Mängel. Sie glaubte mir nicht und stellte mich als Lügnerin hin. Jeder unklare Fall am Telefon würde bei ihnen schriftlich notiert. Ich wäre nirgends erwähnt. Ergo hätte ich auch nicht angerufen. Ob ich mir die Namen der Kollegin am Telefon notiert hätte. Nein. Da ich beharrlich blieb, wurde daraufhin die nächst höher gestellte Kollegin beauftragt via Kontoauszug den Kauf im Kassensystem nachzuvollziehen. Währenddessen kaufte ich des Zeitvertreibs wegen im Marktkauf etwas ein.

Zurück an der Info hieß es, es hat nicht geklappt. Man kann nicht sehen, was im Detail gekauft wurde. Man sehe nur den Gesamtbetrag (dieser ist höher, da noch Lebensmittel eingekauft wurden). Ergo können sie mir nicht glauben, dass ich an besagtem Tag den Staubsauger gekauft habe. Ich insistierte wiederum. Zunehmend fassungslos. Der Marktleiter Herr B. wurde gerufen. Ich schilderte erneut mein Anliegen. Er hörte mir zu und erklärte mir in sehr abfälliger Art, dass ich vom Gesetz her 14-Tage-Rückgaberecht habe, und die wären leider schon um, weil August nicht Februar ist. Außerdem sei die Rückgabe innerhalb dieser Frist nur mit original Kassenbeleg möglich. Des Weiteren finde er es sehr verwunderlich, dass jetzt plötzlich nach fast 6 Monaten der Staubsauger defekt sei, man könne ja gar nicht nachvollziehen, dass der Staubsauger nicht absichtlich kaputt gemacht worden sei. Um das rauszufinden, müsse der Staubsauger eingeschickt werden, die Kosten dafür sind vom Kunden zu tragen. Ich solle verstehen, dass er nicht einfach 80€ aus der Kasse nehmen wird, da könne ja jeder kommen. Gewährleistung hätte ich nicht. Überhaupt sei sie ja auch jetzt um. Und ich komme zu spät. Dass ich im Vorfeld 2x mit seinem Markt telefoniert habe, glaubte er mir nicht. Stattdessen hat er mich als Lügnerin bloßgestellt.

Ich hab mich noch nie so degradiert gefühlt. Herr B. hat mich mit zweifelhaften Aussagen abgefertigt, von oben herab behandelt und mir den Karton mit dem Sauger sogar noch auf den Kinderwagen gelegt, damit ich besser zum Auto käme.

Am Abend überprüfte ich seine Aussagen. Evtl. hatte ich mich ja geirrt und Herr B. lag richtig. Aber mitnichten. In den wesentlichen Aussagen hat er mir direkt ins Gesicht gelogen.

Am 17.08.2016 wurde ich erneut beim Marktleiter vorstellig und klärte ihn über meine Rechte und seine Pflichten auf, und dass es die 6-Monatsfrist der Herstellergewährleistung tatsächlich gibt. Er meinte lapidar, dass wir das doch schon hatten. Ohne Kassenbeleg geht nichts. Aus bekannten Gründen. Ich würde ja nur mein Geld zurück wollen. Ich entgegnete, dass ich die Telefonate, die vor Ablauf der 6-monatigen Gewährungsfrist ggf. per Einzelverbindungsnachweis belegen kann. Ich ergänzte außerdem, dass auch ein Umtausch in Ordnung wäre. Hauptsache eine Rückabwicklung des Kauf mit Geld zurück oder ein neues funktionstüchtiges Gerät. Die Frechheit schlechthin war, dass er mir grinsend ins Gesicht sagte, er habe soeben notiert, dass ich seiner Auffassung nach den Schaden erst gerade eben am 17.08.2016 um 10:XX Uhr gemeldet habe. Das sei leider außerhalb der von mir genannten 6-Monatsfrist. Er kann nichts machen, außer aus Kulanz den Staubsauger auf MEINE Kosten zum Hersteller schicken. Aber gestern hätte ich ja eben dieses „Angebot“ abgelehnt. Auf meine abschließende Aussage, dass seinem Geschäft durch diese Reklamation kein finanzieller Schaden entstünde, antwortete er, dass es eben doch so sei. Ohne Kassenbeleg bekommt er nämlich auch vom Hersteller nichts zurück. Mal abgesehen davon, dass ich seine Leute vom Arbeiten abhalte. Immerhin hätte die Kollegin am Vortag extra ein halbe Stunde ihrer Arbeitszeit für mich investiert, um im Kassensystem nachzuforschen.

So wie ich im Marktkauf behandelt wurde, behandelt man NIEMANDEN! Dass ich in der Hinsicht sogar Kunde des Marktkaufs war, sei dahin gestellt. Es wurde von Herrn B. nichts getan, um eine Lösung zu finden. Im Gegenteil, Herr B. hat - vermutlich vorsätzlich - falsche Aussagen zu meinen Rechten als Konsument getätigt. Woran lag das? Weil ich allein mit 2 Kindern vor ihm Stand? Weil ihm 80€ wichtiger sind, als eine zufriedene Kundin? Ich bin keine, die vor Ablauf der Garantie zu jedem Händler rennt und einen auf Geld zurück macht! Aber genau so wurde ich hingestellt! Einer solch heftigen Diskriminierung wurde ich noch nie ausgesetzt. Und ausgerechnet in dem Geschäft, in dem ich seit Jahren regelmäßig einkaufe.

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Meine Forderung an Marktkauf Holding GmbH: Ich fordere eine Entschuldigung und eine Lösung für das Staubsaugerproblem.


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Kommentare und Trackbacks (2)


24.08.2016 | 08:41
von ReclaBoxler-9433196 | Regelverstoß melden
Das ist haarsträubend von A-Z, allein gibt es KEIN gesetzliches Rückgaberecht von 14 Tagen, es gibt gesetzliche Gewährleistung und da haben Sie ein Recht drauf.
Schriftlich an die Zentrale wenden, würde ich sagen.

06.09.2016 | 21:31
von Ina Zimmer gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Es gab eine Entschuldigung. Ein Umtausch des Geräts in der Filiale ist möglich.




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