Durch EPN International gelöste Beschwerde. | 1128 Views | 10.04.2008 | 10:18 Uhr
geschrieben von Marcus Thielen

EPN International GmbH (47533 Kleve)

Ein Verlag heißt Verlag, weil er etwas verlegt!

SCHLAGWORTE

In meinem Fall hat der Zeitschriftenverlag EPN International GmbH, meine Unterlagen offensichtlich so gut verlegt, dass er sie selber nicht mehr wieder findet.

Mal abgesehen, von etlichem anderen berichtenswertem Gebaren mir gegenüber, über das ich gern, auf Nachfrage hin, ebenfalls im Kommentar informiere, ist mein ehemaliger Arbeitgeber nicht in der Lage oder aber nicht gewillt, mir für die Zeit meiner Beschäftigung bei Ihm, den elektronische Ausdruck meiner steuerrelevanten Einkommenszahlen zu übersenden. Da ich für die somit noch ausstehende Steuererklärung 2006, bereits eine Mahnung meines Finanzamtes (FA) bekommen habe, hatte ich seit Januar 2007 mehrfach, auf Übersendung dieses Ausdrucks, bei EPN International GmbH gedrängt. Ohne Erfolg! Die Buchhaltung und auch der Geschäftsführer persönlich, Herr Hans Müller, stellen sich trotz Einschreiben mit unterschriebenem Rückschein tot und haben die Köpfe tief im Sande vergraben.

Auch meine direkte Anfrage beim Finanzamt, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, mir die übermittelten Zahlen, zu deren Nennung Arbeitgeber ja übrigens auch dem FA gegenüber verpflichtet sind, unkonventionell an mich herauszugeben, damit ich auf diese Weise meine Steuern für das Kalenderjahr 2006 ordentlich erklären kann, blieb ergebnislos, da EPN International GmbH auch dem Finanzamt keine Daten für mich übermittelt hat, wohl wissend, dass das FA zunächst nicht an der Durchsetzung der gesetzlichen Regelung zur Übermittlung interessiert ist und lieber auf Steuerschätzung beim Arbeitnehmer zurückgreift.

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Glücklicherweise gibt es, nach einem Gespräch mit meinem Anwalt, trotzdem eine Möglichkeit für Arbeitnehmer, die Finanzverwaltungen für die Prüfung und Herausgabe der Abgaben und Daten zu interessieren. Diesen Weg muss ich nun ebenfalls einschlagen, obwohl ich die Herausgabe der steuerrelevanten Daten in diesem Umfang eigentlich gar nicht erreichen wollte. Wenn es aber nicht anders geht, dann eben mit Zwang und sehr viel Umstand für den Arbeitgeber.

Ehrlich gesagt, finde ich es aber traurig, dass ein ehemaliger Arbeitgeber sich so verhält, weil die gegenseitigen Erwartungen von beiden Seiten nicht vollumfänglich erfüllt wurden. Auch meine Motive, den Arbeitsvertrag überhaupt einzugehen, sind ebenfalls bereits nach sehr kurzer Zeit aktiv und passiv enttäuscht worden und es tut mir aufrichtig leid, dass auch ich somit nicht die nötige Motivation und die nötigen Möglichkeiten hatte, meinen Teil der gegenseitigen Abmachung 100%ig zu erfüllen, da ich unter teilweise falschen Voraussetzungen bei EPN International GmbH einen Angestelltenvertrag unterschrieben habe, was ich sehr bereue.

Solche gegenseitigen Enttäuschungen passieren und sind meiner Meinung nach kein Grund mit diesem unreifen Vorschulgebaren zu reagieren. Schade, dass man es selbst im Berufsleben nicht immer mit Erwachsenen zu tun hat.

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Meine Forderung an EPN International GmbH: Letzte Möglichkeit: die freiwillige Herausgabe meiner elektronischen Steuerdaten für das Kalenderjahr 2006.


 
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Kommentare und Trackbacks (8)


10.04.2008 | 23:11
von Petra | Regelverstoß melden

Das klingt ja alles sehr merkwürdig. Haben Sie denn damals keine Lohnabrechnung erhalten oder wie lief das ab? Wenn sie die haben, dann könnten Sie diese doch bei FA einrichen, oder. Allein die Webseite sieht schon so unprofessionell aus.

Manchmal kommt zur Unfähigkeit einfach noch die riesengroße Arroganz bei den Unternehmen dazu, dann ist der Stolz zu groß, um eigene Fehler zuzugeben.



10.04.2008 | 23:57
von Julia Matt | Regelverstoß melden

inspiriert durch Petra habe ich mir die Websiite der Firma EPN auch mal angesehen. Die Website ist tatsächlich nur mittelprächtig, aber die Publikationen sind ganz interessant. Werde mir das Heft Öfen und Kamine bestellen. Ich kann es ja davon abhängig machen, daß der Beschwerer endlich seine Unterlagen bekommt.



11.04.2008 | 09:33
von Marcus Thielen | Regelverstoß melden

Wie ich bereits andeutete, gibt´s durchaus noch mehr zu
erzählen, was mich allerdings im Nachhinein nicht mehr wirklich
interessiert, denn Werber müssen alleine wissen, in welchen
Zeitschriften sie inserieren und Leser können durchaus alleine
entscheiden, welche Zeitschriften sie lesen. Nur, sollte ICH dafür
die Unwahrheit sagen müssen, dann kann das nicht der richtige
Verlag für mich sein. Andere haben damit weniger Probleme, ich
weiß. Im Vertrieb gibt es dafür eine einfache Gleichung:
Je niedriger der moralische Anspruch, desto höher der Umsatz und
umgekehrt!

Falls es ein Tipp ist: Es ist nicht alles Gold was glänzt!
Das betrifft auch Hochglanz-Zeitschriften!

Ich persönlich finde, das Verhalten meines Exarbeitgebers
klingt nicht merkwürdig sondern vielmehr danach, dass Steuern
zwar vom Gehalt einbehalten, aber offensichtlich nicht
nachvollziehbar ans FA abgeführt wurden, denn ansonsten lägen
die Daten und Zahlen ja wenigstens beim FA vor, selbst wenn man zu
arrogant ist, um MIR die Unterlagen zuzusenden.

Was meine Abrechnungen angeht, so sind diese teilweise sehr
chaotisch, da beispielsweise nach meiner Kündigung und während
meiner Kündigungsfrist, Provisionen nicht mehr vertragsgemäß
abgerechnet bzw. zunächst unterschlagen (oder "vergessen")
wurden, in der Hoffnung, dass ich Auftragserteilungen während
meiner Freistellung, aber noch in meiner Kündigunsfrist, von
Zuhause aus nicht mehr nachvollziehen kann. Da hat man mich und
meinen sehr guten Kundenkontakt, damals bei EPN International
unterschätzt und somit mussten Abrechnungen nachberechnet
werden, was natürlich nicht freiwillig, mit sehr viel Unmut und
vor allem nicht zeitnah passierte.

Weiterhin hat man damals, nach meiner Kündigungsfrist, die
angeforderten Unterlagen, wie Arbeitsbescheinigung etc., vom
Arbeitsamt, bei dem ich mich natürlich sofort melden musste,
einfach nicht wieder zurückgeschickt und ignoriert. Vielleicht
kann sich jemand vorstellen, was es bedeutet, in so einer Situation,
fast 2 Monate lang kein Arbeitslosengeld zu bekommen, nur weil der
ehemalige Arbeitgeber einfach störrisch keine ausgefüllten
Bescheinigungen an das Arbeitsamt heraus gibt. Natürlich habe
ich das (geschätzte) Arbeitslosengeld dann nachgezahlt bekommen,
als ich 6 Wochen später schon fast wieder in Arbeit war. Aber
nur deshalb, weil ich bei der Agentur für Arbeit, einen Antrag
auf vorläufigen Härtefall gestellt habe, als mir klar
wurde, dass EPN International alle meine Bitten und auch die
Androhung vom Arbeitsamt geflissentlich ignorierte. Übrigens
haben weder ich noch das AA bis heute die angeforderten
Arbeitsbescheinigungen ausgefüllt zurück erhalten.

Unter anderem das alles, trug natürlich nicht gerade dazu
bei, dass man sich gütlich voneinander trennte. Aber sollte ich
mich bewusst übervorteilen lassen, nur des lieben Friedens
Willen?

Nun unterschätzt man mich bei EPN International schon wieder
und mir bleibt nur der Weg, über einen berechtigten Verdacht auf
Steuerhinterziehung, eine Anzeige bei der Finanzverwaltung
einzureichen, um die bislang auch beim FA nicht nachvollziehbare
Abführung meiner einbehaltenen Lohnsteuer, im Unternehmen
selber, überprüfen und dokumentieren zu lassen, da der
Arbeitgeber freiwillige Angaben ja nicht macht. Unterschätzt
wird auch, dass ich darüber hinaus mehr weiß, als EPN
International und auch dem GF selber, lieb sein kann. Eigentlich also
sehr unklug und nicht nachvollziehbar, all diese Schwierigkeiten für
ein ausgedrucktes Stück Papier, oder eine Kopie dessen, und eine
55 Cent-Briefmarke in Kauf zu nehmen, es sei denn, an meinem Verdacht
ist etwas wahres dran und man kann wirklich den Ausdruck nicht zur
Verfügung stellen, was ich immer mehr glaube.

Übrigens, liebe Frau Julia Matt,
finde ich Ihren Einsatz und Ihren Vorschlag sehr nett, zumal gerade
die Zeitschrift „Öfen & Kamine“, wirklich zu Recht,
jeden einzelnen Leser gebrauchen kann, aber selbst unter diesem
Aspekt, vermute ich, das unreife Geschäftsgebaren ist dem Verlag
wichtiger als mit dieser Zeitschrift jemals eine annähernd
realistische Leserzahl zu erreichen, bei der beispielsweise ein
Anzeigenverkäufer keine moralischen Bedenken haben muss, einen
teuren Vertrag mit einem Werbepartner zu machen. Danke aber natürlich
trotzdem für das liebe Angebot!



11.04.2008 | 12:26
von Julia Matt | Regelverstoß melden

Hallo Herr Thielen, nach alledem, was Sie schreiben, kann man sich tatsächlich dem Eindruck nicht entziehen, daß hier etwas "zum Himmel stinkt". In der Folge dessen, was Sie so in Bewegung gesetzt haben, wird es über kurz oder lang für diese Firma wohl recht ungemütlich werden - wenn es nicht schon jetzt der Fall ist. Ein nettes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man nicht fair miteinander umgeht. Ich für meinen Teil habe den Vorgang bereits auf "beobachten" gesetzt und bin wirklich gespannt, wie das Ganze ausgeht. Bitte auf dem Laufenden halten!



28.04.2008 | 10:31
von Marcus Thielen gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Es gibt neue Ereignisse zu berichten, über die ich sehr glücklich bin:

Am Samstag stand der Postbote vor meiner Türe mit einem Einschrieben und Rückschein, den ich sehr gerne unterschrieben habe, denn auf dem Umschlag war bereits erkennbar: Es ist Post von EPN International GmbH aus Kleve. Sie erinnern sich? Mein ehemaliger Arbeitgeber für ein kurzes Intermezzo meines Berufslebens.

Wie EPN International GmbH, glaubhaft durch Kopien der Umschläge, belegen konnte, hatte der Verlag tatsächlich, Anfang 2007, zweimal versucht, (irgendwelche) Post an mich zuzustellen, die dann als unbekannt verzogener Adressat wieder an den Verlag zurück ging. Das ist zwar einerseits seltsam, da ich bereits seit 2002 unverzogen, stets auf der selben Adresse gemeldet bin, ist aber andererseits auch bereits ein paar Mal passiert, obwohl Straße, Hausnummer und Ortsangaben stimmen und auf meinem Briefkasten ein großes Schild mit dem Namen "THIELEN" prangt. Glücklicherweise eher die Ausnahme, in diesem Fall allerdings zugegeben, eine wichtige Ausnahme.

Warum die Post von Samstag, nun nach meiner letzten Ermahnung an EPN International GmbH, und mit Absender der Postadresse meiner Freundin (bei der ich nicht gemeldet bin), plötzlich in einem anderen Ort zugestellt werden kann, verstehe ich nicht, ist aber im Ergebnis auch egal.

Ich mag nun weder darauf rumreiten, dass EPN International GmbH, auch andere Möglichkeiten gehabt hätte, bei der Nichtzustellung der Post, mit mir in den Kontakt zu treten, denn sowohl die private eMail-Adresse, als auch die Handynummer, waren ja bestens bekannt, noch will ich darüber mutmaßen, was meinen ehemaligen Arbeitgeber dazu bewogen hat, meine Unterlagen nun doch noch - wenn auch an eine andere Adresse - zuzustellen. Vielleicht war es die Androhung auf Anzeige bei der Finanzverwaltung, vielleicht war es mein wiederholtes Bitten, mit Setzung einer ordentlichen Frist (die um 23 Tage verfehlt wurde), oder vielleicht war es doch die Öffentlichmachung über die ReklaBox.

Wie dem auch sei... jedenfalls bin ich froh, dass EPN International GmbH dann doch noch zur Vernunft gekommen ist und mir meine Unterlagen zugesandt hat. Danke.


28.04.2008 | 11:22
von Julia Matt | Regelverstoß melden
Hallo Herr Thielen, erst mal Gratulation, daß es am Ende doch noch geklappt hat. Es ist schon seltsam, was man alles in Bewegung setzen muß, um jemanden zu einer simplen Aktion (Einwurf eines Briefes) zu bewegen. Sei es drum..... Ihre Dokumente sind nun da, wo sie hingehören.

28.04.2008 | 11:32
von Marcus Thielen | Regelverstoß melden
Am Ende werden es doch wohl nicht Sie mit Ihrer "Erpressung" auf ein Zeitschriftenabo von "Öfen & Kamine" gewesen sein, Frau Matt, der ich den Sinneswandel von EPN International GmbH zu verdanken habe??? :-))

Danke für Ihre besten Wünsche.

28.04.2008 | 17:28
von Julia Matt | Regelverstoß melden
Nein, an mir lag es bestimmt nicht ;)



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