Von Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim & Partner beantwortete Beschwerde. | 693 Views | 03.06.2015 | 09:25 Uhr
geschrieben von Sonja Muthmann

Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim & Partner (Hamburg)

Forderungsangelegenheit Klarmobil

Bestell-/Kundennummer: Aktz. KB1511193

Sehr geehrte KSP Kanzlei

SCHLAGWORTE

es wurde 2007 ein Handy-Spar-Tarif mit der Rufnummer: 015127107648,
Kartennummer: 89490200000598637903, Kundennummer: 1050684667
mit Klarmobil abgeschlossen.
Dieser Vertrag wurde - zu seiner Zeit - ohne Grundgebühren, Mindestumsatz oder sonstigen laufenden Gebühren abgeschlossen. Ausschließlich die tatsächlichen Kosten durch telefonieren und SMS werden in Rechnung gestellt.
Eine Rechnung seitens Klarmobil habe ich nie erhalten und kann mir auch nicht erklären, wie sie zustande gekommen sein sollen, da ich den Anschluss ja nicht mehr nutze. Auch habe ich nie eine Mahnung oder sonstige Zahlungsaufforderungen von Klarmobil erhalten.
Jetzt kam von der KSP Rechtsanwaltsgesellschaft ein Schreiben (Az.: KB15411193) mit einer Zahlungsaufforderung in Höhe von über 129,44 € (Monat 10.2014) wegen nicht bezahlter Klarmobil-Forderungen in Höhe von 44,75 €.
Klarmobil selbst schreibt in den AGB explizit vor, dass Kunden schriftlich über Vertragsänderungen informiert werden müssen. Die Versendung eines Newsletters an eine E-Mail-Adresse ist aber nicht das, was Juristen unter einer schriftlichen Benachrichtigung verstehen. Hier ist schon der gute alte Brief gemeint! Die damals angegebene Mail-Adresse und Post Adresse ist lägst nicht mehr existent.

Desweiteren wundert es mich, dass Sie, die KSP Kanzlei, in einer ersten Mahnung mir für ZWEI Telefonnummern eine Mahngebühr auferlegten und in Ihrem letzten Schreiben die gleiche Forderung stellen, wobei es sich dieses Mal um lediglich EINE Telefonnummer handelt.

Auch fordern Sie einmal eine Mahngebühr in Höhe von 58,50€ vom 31.03.2015,

sowie eine Mahngebühr in Höhe von 11,70 € ebenfalls vom 31.03.2015.

Mit freundlichen Grüßen
______________
S. Muthmann

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Meine Forderung an Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim & Partner: 129,44


Firma hat innerhalb von 14 Tagen geantwortetofortantwort
15.06.2015 | 15:21
Firmen-Antwort von: Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim & Partner
Abteilung: Recht

Sehr geehrte Frau Muthmann,

wir haben Ihre Einwendungen geprüft und möchten Ihnen auf diesem Wege den Sachverhalt erläutern.

Unstreitig haben Sie einen Vertrag mit dem Handy-Spar-Tarif und der Rufnummer: 015127107648 abgeschlossen. Sie haben sich bei Vertragsschluss dazu verpflichtet, unsere Mandantin über eine Änderung Ihrer persönlichen Kontaktdaten wie Ihre Anschrift oder E-Mail-Adresse zu informieren. Eine solche Mitteilung Ihrerseits gegenüber unserer Mandantin ist nicht erfolgt. Sollten Ihnen die Rechnungen unserer Mandantschaft aus diesem Grund nicht zugegangen sein, müssten Sie sich dies zurechnen lassen und wären gleichsam verpflichtet, die offenen Rechnungen zu begleichen.

Wie Ihnen bereits mitgeteilt wurde, erfolgte die Mitteilung über die AGB-Änderung im Jahr 2009 an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse. Die AGB, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses galten und durch Ihre Zustimmung bei Vertragsschluss Bestandteil des Vertrages geworden sind, setzen für derartige Vertragsänderungen eine einfache Mitteilung an die Vertragspartner voraus. Der Versand der E-Mail durch unsere Mandantin erfüllte diese Voraussetzung. Die entsprechende Klausel gem. Nr. 16 lautet auszugsweise: „Änderungen dieser Bedingungen oder Preisänderungen sowie Änderungen im Leistungsumfang werden dem Kunden vorab mitgeteilt. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Kunde ihnen nicht schriftlich innerhalb von vier Wochen nach Zugang widerspricht. (…) klarmobil ist berechtigt, dem Kunden Mitteilungen, die das Vertragsverhältnis betreffen, an die vom Kunden benannte Postanschrift, die vom Kunden benannte E-Mail- Adresse oder per Textnachricht (SMS) an die klarmobil Mobilfunknummer des Kunden zu senden. “

Unsere Mandantin teilte uns keinen Übermittlungsfehler mit, sodass sie davon ausgehen durfte, dass die E-Mail vom Empfänger erhalten wurde. Durch die unwidersprochen gebliebene AGB-Änderung wurde eine Kontoführungsgebühr eingeführt. Bei einem Umsatz von monatlich unter EUR 3,00 verlangt unsere Mandantschaft einen Ersatz für den Aufwand der Kundenkontoführung in Höhe von monatlich EUR 1,00. Die Abrechnung dieser Gebühren entsprach mithin der vertraglichen Vereinbarung.

Die gegenständliche Forderung beruht auf Rechnungen zu der Nummer 015127107648. Die im ersten Mahnschreiben erwähnte zweite Mobilfunknummer läuft ebenfalls unter Ihrem Kundenkonto mit Ihrer Kundennummer. Zu dieser Nummer sind keine offenen Forderungen verzeichnet. Die Nennung erfolgte zunächst nur der Vollständigkeit halber, da eine Zuordnung der einzelnen Rechnungsbeträge zu einer bestimmten Mobilfunknummer erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Auf die Höhe der beanspruchten Hauptforderung hat die Zuordnung keinen Einfluss. Die der Forderung zu Grunde liegenden Rechnungen wurden Ihnen bereits übersandt.

Die Gebühren unserer Inanspruchnahme werden vorschriftsmäßig nach dem RVG berechnet. Die Aufschlüsselung der Gebühr in zwei Posten entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Gemäß der hier anzuwendenden Nr. 2300 VV RVG beträgt die 1,3 fache Geschäftsgebühr bei einem Gegenstandswert bis zu EUR 500 EUR 58,50. Auf die Geschäftsgebühr fällt noch eine Auslagenpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG in Höhe von 20% der Geschäftsgebühr an, hier also EUR 11,70.

Unser Schreiben vom 06.06.2015, auf das Sie sich in Ihrer Ergänzung vom 10.06.2015 beziehen, enthält ein Vergleichsangebot im Sinne, eine gütliche Einigung herbei zu führen und liegt in beiderseitigem Interesse.

Wir hoffen, Ihre Fragen umfassend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

KSP Rechtsanwälte

Ebert
Rechtsanwältin

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Kommentare und Trackbacks (3)


10.06.2015 | 16:54
von Sonja Muthmann noch nicht gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Am Samstag den 06.06.2015 erhielt ich eine Nachricht von der Anwaltskanzlei KSP per Post zugestellt. In diesem Brief steht: Wenn sie bis zum 12.06.2015 die Forderung begleichen, erhalten Sie einen Rabatt von 50% der Forderung. Bitte überweisen Sie innerhalb von 6 Tagen 67€ oder es kommt zu einer Gerichtsverhandlung.


15.07.2015 | 18:26
von Sonja Muthmann noch nicht gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Seither habe ich nichts mehr gehört.


08.08.2015 | 19:12
von Sonja Muthmann noch nicht gelöste Beschwerde | Regelverstoß melden
Seither habe ich nichts mehr gehört.
Es hat sich zum Glück niemand mehr gemeldet.




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