
BavariaDirekt (Berlin)
54% Preiserhöhung in der KFZ Versicherung in nur drei Jahren!
Bestell-/Kundennummer: Kundennummer: 8513045960 ; Vertragsnummer: V91 015 007/737
Trotz schadensfreiem Versicherungsverlauf über drei Jahre und sogar einer Absenkung der Vollkasko Regional- und auch Typklasse im Jahr 2020, hat sich der Beitrag zur KFZ-Haftpflicht/ Vollkasko Versicherung bei der BavariaDirekt um 54%! erhöht!
Wie oben bereits dargestellt, hat die BavariaDirekt Versicherung (Eine Marke der OVAG Ostdeutsche Versicherungs AG) die Beiträge für meine KFZ-Haftpflicht/ Vollkasko Versicherung in den Jahren 2018 bis 2021 um insgesamt 54% erhöht. Allein nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres im Mai 2019, stieg der Beitrag von 357 € auf 424 € also um fast 19%! In keinem der Jahre wurde irgendein Schaden gemeldet, im Gegenteil, im Jahre 2020, hat sich Regional- und auch Typklasse in der Vollkasko-Versicherung, um je eine Stufe verringert. Die Beitragserhöhungen wurden schriftlich lediglich im Online-Portal der BavariaDirekt eingestellt, eine Information dazu erfolgte über eine recht allgemein gehaltene E-Mail. Eine direkte Zustellung der Beitragserhöhung z. B. per E-Mail oder Brief, erfolgte zu keinem Zeitpunkt. Als besonderen Fauxpass, und deutlichen Hinweis auf eine sittenwidrige, rechtswidrige Beitragskalkulation, betrachte ich den Umstand, dass ich meinen aktuellen Tarif (Komfort-M) mit allen exakt übereinstimmenden Vertragsbestandteilen auf der Homepage der BavariaDirekt, aber auch in Vergleichsportalen wie verivox oder nafiauto als Neukunde zum Jahrespreis von ca. 340 € ermitteln kann. Aktuell liegt mein Beitrag für diesen Vertrag / Tarif bei 549,50 € und ist so nicht akzeptabel.
Schreiben Sie Ihre Beschwerde.
Aus meiner Sicht sind -wenn nötig auch juristisch- zwei Themen zu klären:
1. Gelten Beitragsanpassungen als den Formerfordernissen (Textform) genügend zugestellt, wenn Sie lediglich in einem Online-Portal eingestellt und per E-Mail angekündigt werden. UND
2. Ist die größtenteils eklatante Beitragsanpassung der Jahre 2019 -2021 so zu rechtfertigen, gerade wenn wie o. g. weder eine Schaden eigetreten ist, und sich sogar die Regional-, Typklassen verringert haben. Ich strebe hier -falls nötig- eine gerichtlich angeordnete Kalkulationsoffenlegung der BavariaDirekt Beitragskalkulation an. Aktuell unterstelle ich eine gewisse Selbstbedienungsmentalität seitens Bavaria bei der Festlegung künftiger Versicherungsbeiträge.
Ich werde hier regelmäßig über die Entwicklung informieren. Nicht erst seit den jüngsten Karlsruher Urteilen zum Thema Beitragsanpassung und Transparenz in der PKV, sollten die Versicherer gelernt haben, dass Beitragskalkulation kein Würfelspiel ist, bei dem man sich so gut es geht und nach Belieben die Taschen füllt, sondern, dass hier schlüssige und nachvollziehbare Kostensteigerungen genannt und auch nachgewiesen werden müssen. Der Bestandskunde ist keine Kuh, die der Versicherer nach Belieben melken kann.

24.11.2021 | 16:24
Abteilung: Costumer Care
Lieber Kunde,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung und das freundliche Telefonat.
Bitte haben Sie Verständnis, dass jeder Versicherer berechtigt ist, zur nächsten Hauptfälligkeit eine Beitragsanpassung zum Vertrag vorzunehmen. Dazu wird von unabhängigen Gutachtern jährlich eine Analyse des Versicherungsbestandes durchgeführt.
Der Kunde wird über die Änderung rechtzeitig informiert. Im Gegenzug ist der Kunde berechtigt, den Tarif oder die Versicherung zu wechseln. Da Sie dies nicht getan haben, haben Sie die neuen Vertragskonstellationen damit anerkannt.
Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt. Bleiben Sie gesund.
Freundliche Grüße
Ihr Team von BavariaDirekt
Na da holen wir doch mal das LG, ggf. OLG Berlin, oder im Bedarfsfall eben auch das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe zur Klärung mit ins Boot. Wie eben zuletzt bei den privaten Krankenversicherern sehr eindeutig geklärt, möchte ich auch im KFZ-Sektor wissen, wie genau sich der Jahresbeitrag zusammensetzt, und welche Faktoren im Einzelnen wann und warum zur Beitragsanpassung geführt haben. Die Zeiten, in denen "unabhängige Gutachter" über "Analysen" reine Mondkalkulationen durchführen konnten, sind vermutlich in der gesamten Versicherungsbranche Geschichte. Sie legen bitte offen, wie sich Ihre Beiträge zusammensetzen.
Gleiches gilt für das Thema der Information über Online-Portale. Auch hier ist ggf. höchstrichterlich zu prüfen, ob diese Form der verschleierten und verdeckten Kundeninformation so zulässig ist und den Transparenzanforderungen, sowie den Anforderungen an die Textform, genügt. Aktuell gehe ich von einer unwirksamen Information zur Beitragsanpassung aus, welche auch Jahre später noch widerrufen werden kann.
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Beschwerde ist noch nicht gelöst