196 Views | 10.02.2024 | 18:14 Uhr
geschrieben von Gaby Hamacher

Deutsche Bahn AG (Berlin)

Chaotische Weihnachtsreise mit der Bahn

Am 22.12.2023, morgens um 08.38 Uhr, in Hamburg am Hauptbahnhof.

SCHLAGWORTE

Wie so oft, kurz vor Einfahrt des Zuges nach Frankfurt, kam die Durchsage: "Der ICE 677 nach Frankfurt fährt heute nicht auf Gleis 11, sondern ausnahmsweise auf Gleis 8". Schon ging die Rennerei los. Jeder wollte natürlich "seinen" Zug erreichen. In der Hektik waren zwar weitere Durchsagen zu hören, aber nicht zu verstehen.

Geschafft, man saß im Zug, sogar auf dem reservierten Platz, dann der Schock, der Zug fahre nur bis Hannover. Das Zugpersonal hatte noch keine Information, ob und wie es Richtung Frankfurt und Stuttgart weitergehen würde.

In Hannover waren die Bahnsteige voller Menschen, man konnte kaum aussteigen und stand dann - eingezwängt in einer Menschenmenge - ziemlich planlos herum.

Ein Mitarbeiter der Bahn, der bestimmt schon seit Stunden nörgelnde, schimpfende Menschen versucht hatte zu beruhigen und weiter zu helfen, gab mir dann, sehr freundlich, zwei Möglichkeiten für eine Weiterfahrt bekannt. Entweder bis Würzburg und dann von dort per Regionalzug nach Stuttgart oder über Köln, Bonn, Koblenz per Regionalzug nach Stuttgart.

Die erste Strecke kam für mich nicht infrage, die Umstiegszeit in Würzburg beträgt nur 8 Minuten, und ein weiterer Regionalzug nach Stuttgart fuhr nicht mehr. Also wartete ich auf den Zug über Köln, der aber erst in 2 Stunden fahren würde.

Ich schaffte es sogar, in den überfüllten Zug hineinzukommen. Natürlich nichts mehr mit der Platzreservierung, also suchen.

Wir saßen dann stundenlang zu dritt auf zwei Plätzen. Bahnmitarbeiter wurden nicht mehr gesehen, hätten auch kaum eine Chance gehabt, durchzukommen.

Irgendwann - statt um 14:08 Uhr um 21:14 Uhr - kam ich dann auch in Tübingen an.

Das war die Hinreise, das Chaos war natürlich dem Sturm zu verdanken, aber keine Bange, bei der Rückreise war kein Sturm für das nächste Chaos verantwortlich.

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Kommentare und Trackbacks (5)


11.02.2024 | 14:03
von ReclaBox-Benutzer | Regelverstoß melden
Nun ja, ich wäre da auch stinksauer. Aber solche Berichte langweilen halt leider nur noch. Schlicht und ergreifend deshalb, weil so ziemlich jeder Mensch eine solche Geschichte oder eine sehr ähnliche dutzendfach zum besten gehen kann.

Mir ist schon klar, dass es das nicht besser macht. Nur was genau soll diese Beschwerde hier erreichen? Die Deutsche Bahn ist ein Staatsbetrieb. Sie gehört vollständig dem Bund. Vertreten durch das Verkehrsministerium. Die Kritik sollte sich also gegen die Bundesregierung richten. Aber auch das wird erst einmal nichts ändern. Die Probleme der Bahn sind seit Jahren, ja Jahrzehnten bekannt, ohne dass sich in dieser Zeit auch nur ansatzweise etwas zum besseren geändert hätte. Ganz im Gegenteil.

Dauerhaft wird sich, wenn überhaupt, bei der Deutschen Bahn nur etwas ändern, wenn sie entweder tatsächlich privatisiert wird oder aber die Menschen andere, bessere Wahlentscheidungen bei der nächsten Bundestagswahl treffen.

11.02.2024 | 14:30
von ReclaBoxler-3737851 | Regelverstoß melden
Äh, sorry, aber die DB ist schon seit Jahrzehnten kein Staatsbetrieb mehr, sondern ein privatrechtlicher Konzern, der sich lediglich zu 100 % im Bundeseigentum befindet.

Beschweren kann man sich als Kunde lediglich beim DB-Kundendienst und dann tut sich nichts.

11.02.2024 | 14:53
von ReclaBox-Benutzer | Regelverstoß melden
Die DB befindet sich zu 100 % im Eigentum der Bundesregierung. Alle Entscheidungen werden deshalb entweder direkt durch die Bundesregierung oder mittelbar durch die Bundesregierung getroffen. Welche Gesellschaftsform die DB rechtlich hat, ist dabei vollkommen irrelevant. Es ändert nämlich absolut nichts an den Verantwortlichkeiten.

11.02.2024 | 15:47
von ReclaBoxler-3737851 | Regelverstoß melden
Falsch. Die DB befindet sich NICHT im Eigentum der BundesREGIERUNG und ist eine Aktiengesellschaft.

Entscheidungen werden vom Aufsichtsrat bzw. dem Vorstand getroffen. Nachzulesen im Internet.

11.02.2024 | 16:06
von ReclaBox-Benutzer | Regelverstoß melden
Wer besitzt das komplette Eigentum an dieser formalrechtlichen Aktiengesellschaft? Wer allein bestimmt also in der Hauptversammlung über die Zusammensetzung des Aufsichtsrates und dadurch auch des Vorstandes? Wer kann jederzeit Aufsichtsräte abberufen, sollten sie nicht genau das tun, was dieser Eigentümer möchte? Und wer kann dies dadurch indirekt auch bei den Vorständen tun? Oder jetzt mal juristisch gefragt, weil das mein Fachgebiet ist: Wer übt die alleinige tatsächliche Kontrolle über das gesamte Unternehmen aus? Ich freu mich auf die Antwort.



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